Einleitung

Oculus Quest ist schon die zweite autarke VR-Brille, die von der Firma Facebook innerhalb eines Jahres (Oculus Go wird seit Mai 2018 und Oculus Quest seit Mai 2019 produziert) auf den Markt gebracht wurde. Doch obwohl beide Produkte zu ein- und derselben Kategorie gehören, wird für das Modell Quest ungefähr das 2- bis 2,5-fache des Preises für das Modell Oculus Go verlangt. Für welche Verbesserungen wird der Aufpreis verlangt?

Displays beider Modelle

Das Wichtigste in jeder VR-Brille ist Ihr Display. Bei dem Modell GO kommt ein LCD-Display mit einer Auflösung von 1280 x 1440 Pixel pro Auge. Die Bildwiederholungsrate schwankt bei diesem Modell zwischen 60 und 72 Hz. Die VR-Brille Oculus Quest trumpft dagegen mit einem OLED-Display, das eine Auflösung von 1600 x 1440 Pixeln für jedes Auge garantiert, auf. Auch die Bildwiederholungsrate ist stabil und beträgt 72 Hz. Ein weiteres Vorteil des Displays des Modells Oculus Quest besteht darin, dass der Pupillenabstand in einem Bereich von 58-72 mm eingestellt werden kann.

Bei der VR-Brille Oculus Go ist dieser nicht veränderbar und beträgt immer 63,5 Millimeter, was bei manchen Nutzern für Unbehagen sorgt. Außerdem stattete der Entwickler dieses Modell mit Raumtracking auf großer Fläche aus, dank dem sich der Nutzer in jede Richtung drehen und bewegen kann, wobei seine Bewegungen exakt und realistisch wahrgenommen und dargestellt werden. Beim Modell GO sind dagegen nur einfache vertikale und horizontale Bewegungen möglich. Daher kann man mit Fug und Recht sagen, dass die VR beim Modell Quest deutlich realistischer und hochklassiger wirkt.

Steuerung der zu vergleichenden Modelle

Oculus Go wird zusammen mit einer einfachen Fernbedienung ausgeliefert. Diese wird mit einer Hand bedient und enthält 4 Knöpfe. Damit die Fernbediung nicht zufällig entgleitet und herunterfällt, wird sie zusammen mit einem Bändchen ausgeliefert. Die Übergabe der Befehle erfolgt nach dem Prinzip des Laserpointers.

Beim Modell Oculus Quest sind dagegen zwei VR-Controller vorhanden, eine für jede Hand. Die wichtigste Besonderheit des Steuerungssystem, das offiziell als Oculus Touch bezeichnet wird, besteht darin, dass die Hände des Nutzers in der Virtual Reality eines jeden Spiels abgebildet werden. Dadurch wird die Zahl der Spiele, die gespielt werden können, im Vergleich zum Modell Oculus Go vergrößert. Auch die Bewegungsfreiheit des Spielers wird erheblich erweitert, was als Plus zu werten ist.

Verwendete Prozessoren

Das Herzstück des Modells Oculus Go bildet der Prozessor Snapdragon 821. Im Oculus Quest Headset ist dagegen ein Snapdragon 835 installiert, der 30 % mehr Leistung aufweist, was das Abspielen anspruchvollerer Anwendungen und Videos ermöglicht. Außerdem verbraucht der stärkere Prozessor um 40 % weniger Energie, weil darin viel fortschrittlichere Technologien zum Einsatz kommen. Daher bekommt der Käufer des Modells deutich mehr Leistung für sein Geld.

Grafik der VR-Brillen

Die Grafikeinheit des Modells Oculus Go heißt Adreno 530. Die VR-Brille Oculus Quest ist mit der Grafikeinheit Adreno 540 ausgestattet. Somit gibt es auch Unterschiede im Bereich der Grafik, die dem Nutzer viel realistische Erlebnisse garantieren.

Möglichkeiten der Software

Die Software des Modells Oculus Go ist in erster Linie für das Abspielen von 2D-Videos optimiert. Auch einfache Spiele können damit gespielt werden. Dies entspricht weitestgehend den Bedürfnissen der meisten Nutzer solcher VR-Brillen, die neuesten statistischen Erhebungen zufolge wird dieses Modell in 80 % aller Fälle zum Abspielen von Videos benutzt. Die restlichen 20 % Fälle entfallen auf einfache Spiele für unterwegs. Die VR-Brille Oculus Quest ist dagegem mit einer Software ausgestattet, die auch anspruchsvollere Anwendungen für VR-Brillen nahezu ohne Einschränkungen abspielen kann. Das ist auch der Grund dafür, dass der Entwickler dieses Modell als VR-Spielkonsole positioniert. Das entspricht weitestgehend auch der Realität, weil die meisten Käufer dieses Modells es als Spielkonsole benutzen.

Akkukapzität

Die Kapazität der Akkus ist nahezu der einzige Parameter, in dem beide VR-Brillenmodelle gleich sind. In beiden Fällen kann ein Nutzer mit einer Ladung 2 bis 3 Stunden am Stück spielen. Die Länge der Laufzeit hängt lediglich von der Kompliziertheit der VR-Anwendung ab, denn je anspruchsvoller, desto mehr Energie wird verbraucht.

Anschlüsse

Beide Modelle bieten die Unterstützung ihrer Kopfhörer mittels einer Klinke an. Doch beim Modell Oculus Pro sind zwei zusätzliche Klinkeneingänge vorhanden.

Technische Charakteristika der Modelle Oculus Go und Oculus Quest im Überblick

  • Abmessungen Go/Quest: 20,3 x 20,3 x 10,2 cm/26 x 11 x 19,5 cm
  • Auflösung Go/Quest: 1280 x 1440/1600 x 1440 Pixel
  • Bildwiederholungsrate GO/Quest: 60-72/72 Hz
  • Pupillenabstand GO/Quest: 63,5/58-72 mm
  • Laufzeit des Akkus: 2-3 Stunden
  • Prozessor GO/Quest: Snapdragon 821/Snapdragon 835
  • Grafikeinheit GO/Quest: Adreno 530/Adreno 540
  • Besonderheiten der Software: Die Software des Modells Oculus Pro ist für das Abspielen von 2D-Videos und einfacher Spielen optimiert. Die Software des Models Oculus Quest ist für anspruchvolle Spiele gedacht.